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	<title>Profiling Archive - ELSEN GRC</title>
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	<description>Governance, Risk, Compliance Beratung - AI Privacy &#38; SaaS</description>
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		<title>DSGVO-Änderungen im „Digital Omnibus“: Tracking-Cookies bald erlaubt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mario Elsen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2025 18:45:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Cookies]]></category>
		<category><![CDATA[DSGVO]]></category>
		<category><![CDATA[EU AI Act]]></category>
		<category><![CDATA[Profiling]]></category>
		<category><![CDATA[TTDSG]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://elsengrc.com/journal/news/dsgvo-aenderungen-im-digital-omnibus-tracking-cookies-erlaubt/">DSGVO-Änderungen im „Digital Omnibus“: Tracking-Cookies bald erlaubt?</a> erschien zuerst auf <a href="https://elsengrc.com">ELSEN GRC</a>.</p>
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<p><img decoding="async" class="summary-icon" src="/docs/uploads/2025/11/summary-icon.png" alt="Executive Summary - DSGVO Änderungen" /></p>
<h3>Executive Summary: DSGVO-Änderungen im &#8222;Digital Omnibus&#8220;</h3>
<p>Die EU-Kommission plant im Rahmen des Digital Omnibus Directive weitreichende Anpassungen der <strong>DSGVO</strong>, die vor allem zwei Bereiche betreffen: <strong>Tracking-Cookies</strong> + <strong>Consent-Banner</strong> und <strong>Datenverarbeitung für KI</strong>. Die vorgeschlagenen Änderungen würden die Verwendung von Cookies künftig stärker auf <strong>berechtigtes Interesse</strong> (Art. 6 Abs. 1, Bst. f DSGVO) stützen und die <strong>Einwilligungspflicht</strong> ( Art. 6 Abs. 1 Bst. a DSGVO) erheblich reduzieren. Zusätzlich sollen <strong>pseudonymisierte Daten</strong> leichter für KI-Training und Analyseprozesse nutzbar werden, was den <a href="https://elsengrc.com/journal/entscheidungshilfe-fuer-wen-gilt-der-eu-ai-act/">EU AI Act</a> betrifft. Für Unternehmen könnte dies eine operative Erleichterung bedeuten &#8211; für Datenschützer und Behörden eine deutliche Schwächung des bestehenden Schutzstandards.</p>
</div>
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		<h3>Hintergrund: Was die EU im Digital-Omnibus anstrebt</h3>
<p>Mit dem <a href="https://europa.rlp.de/service/presse/detail/eu-kommission-startet-konsultation-zum-digital-omnibus">Digital Omnibus</a> verfolgt die EU-Kommission das Ziel, mehrere digitale Rechtsbereiche &#8211; darunter <a href="https://elsengrc.com/wiki/c/dsgvo/">DSGVO</a><strong>,</strong> <strong>ePrivacy-Regelungen</strong> und Teile der <a href="https://elsengrc.com/wiki/g/eu-ai-act-definition-bedeutung-pflichten-fuer-unternehmen/">KI-Regulierung</a> (EU AI Act) zu modernisieren und administrativ zu verschlanken. Das Paket enthält <strong>Vorschläge</strong>, die das bisherige <strong>Datenschutzmodell</strong> in mehreren Kernpunkten <strong>neu ausrichten</strong> würden:</p>
<ul>
<li><strong>Tracking-Cookies</strong> könnten künftig häufiger auf „berechtigtes Interesse“ (Art. 6 Abs. 1, Bst. f DSGVO) gestützt werden, was die Notwendigkeit von Consent-Bannern deutlich reduzierten würde.</li>
<li><strong>Besondere Kategorien personenbezogener Daten</strong> (Art. 9 DSGVO) sollen enger definiert werden &#8211; nur noch die Informationen, die „direkt“ sensible Merkmale offenbaren, (z.B. Ausweisdokumente) würden so privilegiert geschützt.</li>
<li><strong>Pseudonymisierte Daten</strong> sollen breiter für KI-Training und Analysezwecke nutzbar werden, ohne die bisherigen strengen Voraussetzungen.</li>
<li><strong>Datenverarbeitung</strong> für innovative digitale Dienste soll grundsätzlich erleichtert werden, um europaweit ein wettbewerbsfähiges Innovationsumfeld zu stärken.</li>
</ul>
<p>Einer der wesentlichen Kritikpunkte vieler Datenschutzexperten ist die damit verbundene <strong>Absenkung des Grundrechtsschutzes z</strong>ugunsten wirtschaftlicher <strong>Wettbewerbsfähigkeit</strong>, was langfristig sowohl gesellschaftliche als auch regulatorische Risiken schaffen könnte. Aber wie so oft steht am Ende doch das wirtschaftliche Interesse im Vordergrund.</p>
<h3>Die wichtigsten DSGVO-Änderungen im Detail</h3>
<h3>1. Tracking-Cookies und Consent-Banner</h3>
<p>Zentraler Punkt ist die Neugewichtung zwischen Einwilligung und berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Bst. a sowie Art. 6 Abs. 1, Bst. f  DSGVO). Wenn Tracking- und Analyseverfahren künftig überwiegend auf <strong>berechtigtes Interesse</strong> gestützt werden dürfen, hätte das folgende Konsequenzen:</p>
<ul>
<li><strong>Consent-Banner</strong> würden deutlicher seltener benötigt und eingeblendet.</li>
<li><strong>Tracking-Mechanismen</strong> (Analytics, Retargeting, Conversion-Messung) könnten mit weniger Reibungsverlusten eingesetzt werden.</li>
<li>Betreiber müssten verstärkt <strong>Opt-out-Mechanismen</strong> bereitstellen und transparent darstellen &amp; dokumentieren (z.B. als barrierefreier Link auf der Startseite)<br />
Die Datenqualität von Web-Analytics würde steigen, während aber das Missbrauchspotenzial steigen dürfte.</li>
</ul>
<p>Für Unternehmen wäre dies operativ eine klare Erleichterung; für Betroffene und Aufsichtsbehörden ein erheblicher Kontrollverlust (und vermutlich auch ein Verlust an Bußgeldern).</p>
<h3>2. KI-Training und pseudonymisierte Daten</h3>
<p>Die vorgeschlagenen Änderungen würden es erlauben, pseudonymisierte Daten deutlich breiter für das Training von KI-Modellen zu nutzen. Dies betrifft insbesondere:</p>
<ul>
<li>KI-Startups (LLM-Entwickler und Provider)</li>
<li>SaaS-Unternehmen mit großen Datenpools (Nutzung von KI-APIs)</li>
<li>Plattformanbieter bzw. Plattformbetreiber</li>
<li>Forschung &amp; öffentliche Stellen</li>
</ul>
<p>Mehr Spielraum bedeutet stärkere Innovationsfähigkeit, gleichzeitig steigt aber auch das Risiko der Re-Identifizierung, wenn Qualität und <strong>Integrität</strong> der <strong>Pseudonymisierung</strong> nicht gewährleistet sind.</p>
<h3>3. Neue Definition sensibler Daten</h3>
<p>Der Vorschlag der Kommission sieht vor, nur solche Informationen als „besonders schützenswert“ einzustufen, die unmittelbar <strong>Rückschlüsse</strong> auf Merkmale wie Gesundheit, ethnische Herkunft oder Religion zulassen (vgl. Art. 9 DSGV). Daten, die lediglich nur sensible Merkmale vermuten lassen, etwa das Einkaufsverhalten, Standortprofile oder Nutzungsdaten, würden künftig nicht mehr automatisch unter die hohen Schutzstandards fallen.</p>
<p><strong>Ist das also ein Freifahrtsschein für ungebremstes Tracking?</strong> Jedenfalls hätte dies weitreichende Auswirkungen auf Prozesse wie personenbezogenes Profiling, Scoring (mit Personenbezug), Risikobewertungen, Zielgruppenanalysen oder auch KI-gestützte Verhaltensmodelle.</p>
<h3>Auswirkungen auf Unternehmen, Behörden und Datenschutzbeauftragte</h3>
<p>Für Unternehmen ergeben sich potenziell deutliche Arbeitserleichterungen und bürokratische &#8222;Entschlackungen&#8220;:</p>
<ul>
<li>weniger Abhängigkeit von Consent-Banner-Logiken</li>
<li>größere Datengrundlage für Analytics und KI</li>
<li>weniger Komplexität im Cookie-Management</li>
<li>bessere Planbarkeit bei Marketing- und Produktanalyseprozessen</li>
</ul>
<p>Für Behörden und <a href="https://elsengrc.com/externer-datenschutzbeauftragter/">Datenschutzbeauftragte</a> entsteht jedoch zusätzlicher Druck, während in Prüfprozessen einige Anpassungen erforderlich werden:</p>
<ul>
<li>Schutzmechanismen müssten stärker über Governance statt über Einwilligung organisiert werden</li>
<li>neue Prüfroutinen wären erforderlich</li>
<li>die Rechtslage würde kurzfristig unübersichtlicher</li>
<li>der gesellschaftliche Diskurs über Datenschutzstandards würde neu entfacht</li>
</ul>
<h3>Einschätzung und GRC-Einordnung</h3>
<p>Die geplanten Anpassungen deuten auf eine <strong>strategische Verschiebung</strong> hin: von einem schutzorientierten Datenschutzmodell hin zu einem <strong>wirtschaftlich getriebenen datenpolitischen Framework</strong>, das zunehmend versucht, <strong>Wettbewerbsnachteile</strong> in Europa im rasenden &#8222;KI-Zug&#8220; zu verhindern. Unternehmen sollten diese Entwicklung aber nicht als „Freifahrtschein” verstehen, sondern als Signal, eigene Governance-Strukturen zu professionalisieren &#8211; insbesondere in Bereichen, in denen Einwilligungspflichten entfallen könnten, aber Transparenz- und Rechenschaftspflichten bestehen bleiben.</p>
<h3>Was bedeutet das für Ihren GRC Prozes??</h3>
<ul>
<li><strong>Governance</strong>: Unternehmen müssen klare Verantwortlichkeiten definieren, insbesondere für Opt-out-Management, Datenkategorien und KI-Datenflüsse.</li>
<li><strong>Risk</strong>: Risiken liegen vor allem im Profiling, in Diskriminierungspotenzialen und in der Gefahr der Re-Identifizierung pseudonymisierter Daten.</li>
<li><strong>Compliance</strong>: Verarbeitungsverzeichnisse, DPAs, Datenschutzerklärungen und DSFAs müssen aktualisiert und an die neuen Rechtsgrundlagen angepasst werden.</li>
</ul>
<p>Die meisten Unternehmen profitieren, wenn sie frühzeitig ihre Datenschutz- und KI-Governance modernisieren, statt nur auf die Erleichterungen zu reagieren. <a href="https://elsengrc.com/contact/">Gerne berate ich Sie dabei</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p>Bild: Vyshnavi Bisani &#8211; Unsplash.com</p>
<p>Quellen:</p>
<ul>
<li><a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32016R0679">DSGVO (Originaltext)</a></li>
<li><a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32002L0058">e Privacy Richtlinien </a></li>
<li><a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ttdsg/__25.html">TTDSG §25 (Deutsche Gesetzgebung)</a></li>
<li><a href="https://www.heise.de/news/EU-will-DSGVO-schleifen-fuer-KI-und-Cookie-Banner-11071630.html">Heise.de (Abruf: 14.11.25)</a></li>
<li><a href="https://netzpolitik.org/2025/digitaler-omnibus-eu-kommission-strebt-offenbar-kahlschlag-beim-datenschutz-an-update/">Netzpolitik.org (Abruf: 14.11.25)</a></li>
</ul>
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